
JULA
SCHREIBER
Gut gelaunt, gut desinfiziert und irgendwo zwischen Jane Austen und Schok
Jula lebt in Berlin und der Schritt dorthin hat sie ziemlich geprägt: ganz allein, ziemlich aufgeregt und mit dem guten Gefühl, dass ein neuer Anfang manchmal genau das Richtige ist.
Wer Jula kennt, weiß: Sie ist kommunikativ, meistens richtig gut gelaunt und ziemlich diszipliniert. Außer bei Schokolade. Da wird aus Disziplin eher ein theoretisches Konzept. Kekse helfen übrigens auch nicht dabei, das zu ändern.
Ein perfekter Tag beginnt für Jula mit Pancakes und extra Nutella. Danach Sport, ein gutes Buch in der Sonne, ein langer Abendspaziergang und zum Abschluss Sushi. Viel mehr braucht es gar nicht, vielleicht nur noch genug Schoki in erreichbarer Nähe.



„Der Weg ist das Ziel.“
Ihre Me-Time ist eine Mischung aus Sport, Lesen und Beauty-Produkten, die gerne auch mal in wilder Reihenfolge ausprobiert werden. Ob das immer dermatologisch sinnvoll ist, bleibt offen. In Hotelzimmern ist Jula dafür deutlich strukturierter: Es gibt erst Ruhe, wenn sie alles desinfiziert hat.
Kulturell schlägt Julas Herz sehr eindeutig: Jane Austen, die Brontë-Schwestern und regelmäßig „Stolz und Vorurteil“ oder „Verstand und Gefühl“ – Film oder BBC-Serie im Wechsel. Im nächsten Leben wäre sie deshalb gern in der Regency-Zeit unterwegs. Am besten direkt in einem Jane-Austen-Roman, mit dramatischen Blicken, langen Spaziergängen und wahrscheinlich einem kleinen Desinfektionsgel im Retikül.
Nicht ganz so elegant wie eine Romanheldin ist allerdings ihre Angewohnheit, ständig über „Ameisen“ zu stolpern. So nennt ihre Mama es, wenn Jula beim normalen Spaziergang über unsichtbare Hindernisse fällt. Vielleicht passt ihr Lebensmotto deshalb so gut: Der Weg ist das Ziel, auch wenn man unterwegs ab und zu über Dinge fällt, die niemand sonst sehen kann.
